Thema: Corona-Pandemie: Impfstoff von „Johnson & Johnson” soll zugelassen werden
Inhalt: Wenn die Europäische Arzneimittelbehörde EMA für das Serum des US-Herstellers Johnson & Johnson grünes Licht gibt, stehen in der Europäischen Union vier Corona-Impfstoffe zur Verfügung. Anders als die schon zugelassenen Präparate von BioNTech-Pfizer, Moderna und AstraZeneca muss das Medikament von Johnson & Johnson nach bisherigen Erkenntnissen nur einmal gespritzt werden. Eine Freigabe für den EU-Markt könnte also die Impfkampagnen deutlich beschleunigen, auch weil der Wirkstoff bei Kühlschranktemperatur gelagert werden kann, etwa in einer Arztpraxis. Insgesamt 200 Millionen Einheiten hat die EU bei Johnson & Johnson bestellt, 55 Millionen sollen bis Ende Juni bereitstehen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geht davon aus, dass der Hersteller seine Zusagen auch einhalten kann und spätestens im April mit der Auslieferung beginnt. "Johnson & Johnson versichert, dass die Zulieferketten ungehindert sein werden. Es ist Aufgabe des Unternehmens, die Lieferpläne einzuhalten. Johnson & Johnson hat sich bisher in allen Verhandlungen als sehr verlässlich gezeigt." Nach Ansicht der EU-Kommission wird sich die Impfstoffversorgung bis zum Sommer aber ohnehin deutlich verbessern. Schließlich stehen auch die Wirkstoffe von CureVac aus Tübingen und Novavax aus den USA kurz vor der Zulassung.
Herausgegeben von: tagesschau
Hier klicken, um Video bei YouTube anzuschauen.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen