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Corona-Pandemie: Weiter unklare Datenlage in Deutschland



Thema: Corona-Pandemie: Weiter unklare Datenlage in Deutschland
Inhalt: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine etwas höhere bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz als am Vortag veröffentlicht - allerdings mit der Einschränkung, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen und Woche mit 207,4 an. Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 205,5 gelegen, vor einer Woche bei 280,3 (Vormonat: 439,2). Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages insgesamt 42.770 Corona-Neuinfektionen. Davon gingen 16.748 auf die Omikron-Variante zurück - 28 Prozent mehr als gestern. Erfasst wurden aber auch Nachmeldungen aus den vergangenen Wochen. Von den Omikron-Infizierten mussten laut RKI 208 Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt wurden bundesweit binnen 24 Stunden 383 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 111.602. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt den Angaben zufolge bei 3,15 (Mittwoch 3,18). Gestern hatte Bundesgesundheitsministar Karl Lauterbach erklärt, die tatsächliche Corona-Inzidenz sei vermutlich zwei- bis dreimal so hoch wie offiziell erfasst. Hintergrund sei, dass angesichts von Ferien und Feiertagen am Arbeitsplatz sowie in den Arztpraxen weniger getestet werde. Zudem würden weniger Corona-Testergebnisse weitergeleitet, weil auch in den Gesundheitsämtern Personal fehle. Lauterbach zufolge gibt es eine deutliche Zunahme der Infektionen mit der hochansteckenden Virusvariante Omikron. Der Deutsche Städtetag forderte angesichts der unklaren Datenlage Bund und Länder auf, mehr Tests und Laborkapazitäten zu ermöglichen. "Um die Meldelage und verlässliche Datenlieferungen weiter zu verbessern, sollten Bund und Länder dafür sorgen, dass die niedergelassenen Praxen die nötigen PCR-Tests auch an Feiertagen wie Weihnachten und Neujahr sicherstellen und auch genügend Laborkapazitäten an diesen Tagen zur Verfügung stehen", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Auch die Meldekette von den Ländern an das Robert Koch-Institut müsse an diesen Tagen gut laufen. Die Bundesregierung hat weitere Länder zu Hochrisikogebieten erklärt: https://www.tagesschau.de/inland/hochrisikogebiete-italien-kanada-101.html
Herausgegeben von: tagesschau

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