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Kippt die Stimmung gegen Putin? Rüdiger von Fritsch und Tichon Dsjadko im Gespräch | maischberger



Thema: Kippt die Stimmung gegen Putin? Rüdiger von Fritsch und Tichon Dsjadko im Gespräch | maischberger
Inhalt: Wie ist die Lage in Russland nach der verkündeten Teilmobilmachung? Kippt die Stimmung gegen Putin? Und was könnte das für den Ukraine-Krieg bedeuten? Ist ein Ende des Krieges in Sicht? Darüber sprechen bei Sandra Maischberger: Der ehemalige deutsche Botschafter in Moskau Rüdiger von Fritsch und der Chefredakteur des kremlkritischen TV-Senders Doschd Tichon Dsjadko. Der Botschafter a.D. von Fritsch erklärt, Putin habe mit der Teilmobilmachung den „ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag aufgekündigt“, der in Russland immer gegolten habe. Dieser besage, dass die Regierung für sich regieren können, solange das Volk versorgt sei. Durch die Teilmobilmachung betreffe der Krieg in der Ukraine nun alle in Russland – bisher würden sich die Proteste jedoch nicht vernetzen. Dabei werde es für russische Führungen immer dann gefährlich, „wenn die Mütter auf die Straße gehen“. Tichon Dsjadko sendet mittlerweile aus Riga, Lettland, nachdem kremlkritische Medien zu Beginn des Krieges ihren Dienst einstellen mussten. Auch er glaubt, dass Putins Teilmobilmachung den „Krieg in die Häuser der bisher Passiven gebracht hat“. Die russische Bevölkerung wolle nicht in den Krieg – bisher sei es jedoch schwer vorherzusagen, was als nächstes passiere. Dennoch zerstöre Putin mit dem Krieg die Grundlage seiner Macht. Von Fritsch hält die bisherigen Proteste in Russland für noch nicht gefährlich für Putin. Regionale Proteste hätte die Regierung in der Vergangenheit stets niederschlagen können. Einer Sorge vor einem Atomschlag Putins entgegnet er, dass dieser bisher den Krieg mit stärkeren konventionellen Methoden versuchen würde zu gewinnen. Dies spreche eher gegen eine Option „Atomschlag“, auch, weil Putin genau überlegen werde, wie bisherige Verbündete wie China oder Indien dazu stünden. Dsjadko hält die Aufnahme russischer Flüchtender in europäischen Ländern für notwendig. Diese würden vor dem Krieg fliehen. Sie könnten zudem „Bündnispartner der zivilisierten Welt“ werden. Würde man sie stattdessen in Russland halten, „würden sie in die Ukraine gehen und Ukrainer töten.“ Zur ganzen Sendung vom 27.09.2022 geht es hier: https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/maischberger-am-27-09-22/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXIvMWQxZGEyYmEtNTljYi00N2NkLTg2OGEtOGNhYjBkZGJhMThm Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sendung/maischberger/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXI Außerdem zu Gast waren: Ulrich Schneider (Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) Veronika Grimm (Wirtschafsweise und Ökonomin) Pinar Atalay (Moderatorin RTL Direkt) Markus Preiß (Leiter ARD-Studio Brüssel) Michael Bröcker (Chefredakteur „The Pioneer“) Twitter: https://twitter.com/maischberger #maischberger #Ukraine #Russland
Herausgegeben von: tagesschau

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